Ganzheitlicher Ansatz

In der Landwirtschaft kann der Schutz des Naturhaushalts nicht ausschließlich auf dem Acker oder im einzelnen Betrieb erfolgen. Die gesamte Agrarlandschaft – ihre Vielfalt und ihre Eigenschaften – muss mit einbezogen werden. Einige Beispiele:

Biotopmanagement

Rebhühner

Durch Biotopmanagement kann der Bestand von Tier- und Pflanzenarten erhalten werden. Ein Charaktervogel der offenen Kulturlandschaft ist das Rebhuhn. Sein Bestand ist vielerorts rückläufig. Umfangreiche Forschung hat vielfältige Erkenntnisse über das Leben und die Bedürfnisse dieses Vogels geliefert. Darauf basierend konnten gezielte Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederansiedlung eingeleitet werden. Wie bei vielen ökologischen Themen zeigte sich auch in diesem Fall, dass mehrere Faktoren ineinandergreifen: So muss zunächst ein Brutbiotop vorhanden sein – zum Beispiel eine Hecke oder ein Feldgehölz. Die Jungvögel benötigen genügend Insekten als Nahrung. Darüber hinaus spielt auch die Dichte der Räuber – wie zum Beispiel Füchse – eine Rolle. Und schließlich müssen die Bearbeitungsschritte der Landwirtschaft auf die Bruttermine abgestimmt sein.

Blühstreifen

Blühstreifen

Zur Förderung von Bienen und anderen blütenbesuchenden Insekten – speziell in den Sommermonaten, einer Zeitspanne, während derer blühende Pflanzen in der Agrarlandschaft selten geworden sind – werden neben oder am Rand von Wirtschaftsflächen Blühstreifen angelegt.


Agrarumweltmaßnahmen

Solche Maßnahmen bieten den Landwirten einen finanziellen Anreiz, auch die Elemente des Naturhaushalts zu fördern, die unter rein betriebswirtschaftlicher Betrachtung zu kurz kämen. Schutz von Hecken, bodenbrütenden Vögeln und anderen Elementen der traditionellen Landwirtschaft – hier gibt es eine Vielzahl an national und regional unterschiedlichen Modellen. Sie sind ein wichtiges Instrument, um die Vielfalt der Agrarlandschaft zu bewahren.