Kartoffelkäfer

Er heißt auf Englisch nicht umsonst „Colorado beetle“. Denn in Colorado, USA, liegt seine Heimat, wo er auf einer wilden Nachtschattenpflanzenart lebt. Ursprünglich stammt er zwar aus Südamerika, aber erst nachdem er die Kartoffel als neue Wirtspflanze angenommen hatte, wurde er zum Großschädling. Sein „Siegeszug“ begann mit seiner Einschleppung nach Eurasien. Im Jahr 1877 trat er erstmals in den Hafenanlagen von Rotterdam und Liverpool auf und keine zehn Jahre später entdeckte man die ersten großen Befallsherde.

1935 tauchte er in Lothringen auf, kurz danach überquerte er den Rhein und breitete sich mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 30 Kilometern pro Jahr nach Osten aus. Heute besiedelt er Nordamerika, Europa und große Teile Asiens. Der Käfer – ebenso seine Larve – frisst Kartoffelblätter und wird dadurch zum landwirtschaftlichen Großschädling. Natürliche Gegenspieler hat der Kartoffelkäfer kaum, denn er verträgt und speichert das schwach giftige Solanin aus der Kartoffel und schützt sich so vor Feinden.