Maiswurzelbohrer

Auch der Westliche Maiswurzelbohrer stammt ursprünglich aus Amerika. Dort ist er schon lange als Maisgroßschädling bekannt. Der erste Befall in Europa wurde 1992 nahe des Belgrader Flughafens nachgewiesen. 2007 wurde er in Bayern und 2010 auch in Nordrhein-Westfalen gefunden. Der Käfer frisst gern die Narbenfäden („weichen Haare“) des Maiskolbens. Den Hauptschaden richten aber seine namengebenden Larven an: Sie leben im Boden, bohren sich von dort ins Innere der Wurzeln und schädigen die Pflanzen. Vom Maiswurzelbohrer befallene Pflanzen knicken bereits bei leichtem Wind um.

Der Käfer wird aber auch als „Eine-Milliarde-Dollar-Käfer“ bezeichnet: Denn das ist die Dimension des Schadens, die er pro Jahr in den USA anrichtet. Auch in der EU könnten durch ihn Schäden in der Größenordnung einer halben Milliarde Euro entstehen. Pflanzenschutzmittel, vor allem Saatgutbeizen, können den Käfer wirksam bekämpfen. Aber auch Fruchtfolgeänderungen – also der Anbau von Mais im gezielten Wechsel mit anderen Kulturen – kommen in Betracht.