Landwirtschaft - Teil des Naturhaushalts

Ein Teil der lebenden Vielfalt einer Landschaft wird von der Landwirtschaft gestellt: Es sind die uns vertrauten Kulturpflanzen und Nutztiere, ihre Arten, Sorten und Rassen. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass wir uns abwechslungsreich ernähren können.

Vielfalt von Apfel- und Kartoffelsorten: ein Beispiel für Agrobiodiversität.

So findet man in unseren Geschäften zum Beispiel zahlreiche Apfelsorten, weich- und hartkochende Kartoffeln und – dank des weltweiten Handels – auch Früchte aus Spanien sowie Bananen und Ananas aus tropischen Regionen. Und das alles zu einem bezahlbaren Preis.

Nutztier- und Nutzpflanzenarten sind elementarer Bestandteil der Menschheitsentwicklung und somit auch Teil des globalen Erbes: So wurden etwa in Vorderasien bereits um 8.500 v. Chr. Weizen, Erbse und Olive domestiziert. Aus China stammen seit 7.500 v. Chr. Reis und Hirse. Mais, Bohne, Kürbis und Kartoffel kannte man schon um 3.500 v. Chr. in Mittelamerika.1

Über all die Jahrtausende hinweg führte das Zusammenleben von Menschen, Nutztieren und -pflanzen zu der uns heute bekannten Sorten- und Rassenvielfalt. Sie alle waren und sind ihren unterschiedlichen Bedürfnissen, den regionalen Anbauformen und den jeweils an sie gestellten Anforderungen unterworfen.

 

1 Diamond, J.: Arm und Reich, S. Fischer Verlag, 1998