Bodenorganismen

Wer seinen Fuß auf eine Wiese setzt, ist sich kaum bewusst, dass sich darunter ein ungemein arten- und individuenreiches Ökosystem verbirgt. Die Dimension dieser Vielfalt der Organismen unter einem Fußabdruck ist gewaltig.1

Die Lebensgemeinschaft der Bodenorganismen ist mit einem eingespielten Team vergleichbar. Jeder hat seinen eigenen Aufgabenbereich und nur die erfolgreiche Zusammenarbeit aller führt zu einem funktionierenden Ökosystem.

Zu diesem gehören Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze, Einzeller, Fadenwürmer, Springschwänze, Milben, Asseln, Insektenlarven und natürlich Regenwürmer. Sie sind unauffällig, aber ihre Bedeutung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden:

  • Sie erhalten die Bodenfruchtbarkeit, indem sie Pflanzenmaterial zu Humus abbauen.
  • Sie steigern die Wasserhaltefähigkeit des Bodens durch Anlage und Stabilisierung des Lückensystems.
  • Sie binden das Treibhausgas CO2 in organischen Bodenteilen.
  • Sie bilden stickstoffhaltige Moleküle (Ammonium, Nitrat) aus atomarem Stickstoff der Luft.

Milbe, Regenwurm und Springschwanz: Teamplayer im Boden

 

 

1 Stahr, K.; Kandeler, E.; Hermann, L.; Streck, T.: Bodenkunde und Standortlehre, Verlag Eugen Ullmer, 2008