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07.09.2011

Honig-Urteil. Landwirte und Imker sitzen im gleichen Boot

Die Initiative „Innovation & Naturhaushalt“ nimmt Stellung zum Urteil des EuGH

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 6. September 2011 stellt Honig ausdrücklich unter Schutz vor Verunreinigungen durch Pollen aus gentechnisch veränderten Pflanzen. Die Initiative „Innovation & Naturhaushalt“ unter dem Dach der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) erwartet als Folge dieses Urteils eine weitere Verschärfung der Gentechnik-Diskussion in Deutschland.

Kerstin Krohn, Leiterin der Initiative „Innovation & Naturhaushalt“, betont: „Zwar gewinnt die Imkerschaft damit die seit langem geforderte Rechtssicherheit. Gleichzeitig werden aber auch die Stimmen derjenigen lauter, die noch restriktivere Abstandsregelungen für die Landwirtschaft und die Nulltoleranz für gentechnisch veränderte Bestandteile in Lebensmitteln fordern. Europa läuft damit Gefahr, auf einem hochinnovativen Arbeitsgebiet vom Rest der Welt abgehängt zu werden.“

Deutscher Honig müsse auch in Zukunft problemlos zu vermarkten sein, wenn weder seine Produktion noch sein Verzehr eine Gefahr für Umwelt oder Verbraucher darstellen. „Honig als kritisches Lebensmittel zu brandmarken und sein gutes Image leichtfertig aufs Spiel zu setzen, wäre fatal“, so Krohn.
Deutsche Landwirte tragen mit ihren Rapsfeldern, Sonnenblumen- oder Obstplantagen wesentlich zu den Honigerträgen bei. So liefert z.B. 1 Hektar Raps dem Imker etwa 40 kg Honig. Im Gegenzug bringt die Bestäubungsleistung der Bienen dem Landwirt Zuwächse in Qualität und Ertrag seiner Produkte.